Home: stillbeziehungen.tk
Über uns ... und was es (nicht) alles gibt...

Ganz schwere Frage ... die meisten Mitmacher dieser Seite (Frauen und Männer) leben das, was man eine "Stillbeziehung" oder korrekter eine "Erwachsenen-Stillbeziehung" nennt. Im Englischen gibt es dafür den Begriff "Adult Nursing Relationship" bzw. "Adult Breastfeeding Relationship".
Das heißt, ein wichtiger Teil der gemeinsamen gleichberechtigten(!) Zärtlichkeit besteht darin, daß die Frau ihren Partner stillt. Das gibt es bei Frauen und Männern genauso wie bei lesbischen Paaren. Das Wort "Beziehung" ist hier nicht ganz unwichtig, denn bei den meisten Frauen schwindet die Milch, wenn sie nicht regelmäßig getrunken wird. Mit anderen Worten: So richig klappt das Stillen des Partners nur bei einer stabilen langdauernden Beziehung (wenn man nicht mit Medikamenten wie Domperidon nachhelfen will, dazu siehe Kapitel "Drogen+Wundermittel").
Wie regelmäßig man stillen muß, hängt von den Anlagen und der Einstellung der stillenden Frau ab (die Psyche spielt eine starke Rolle!), aber auch vom Können des Mannes - es ist nämlich enorm wichtig, wie man trinkt. Manche Paare stillen einmal am Tag und setzen sogar bisweilen einen Tag aus, ohne Probleme zu haben. Aber dann ist das Stillen in der Regel recht anstrengend. Vermutlich ist dies das Minimum, wenn die Frau den Milchfluß nicht durch zusätzliches Pumpen oder Ausdrücken erhält. Aber wie gesagt, das ist ganz unterschiedlich und es kann durchaus vorkommen, daß die Milchbildung grundsätzlich auch bleibt, wenn man nur alle 14 Tage trinkt und sie von Zeit zu Zeit durch ein paar intensivere Tage wieder ankurbelt. Der Mensch ist eben keine Maschine.
Die meisten Stillpaare sind vermutlich über 35 Jahre alt, aber ich habe auch viele Anfang/Mitte 20 kennengelernt. Teenager können dem Stillen wahrscheinlich wenig abgewinnen. Ganz oft habe ich gelesen, daß Paare mit dem Stillen anfangen, wenn die eigenen Kinder schon fast aus dem Haus sind; entweder durch regelmäßiges Saugen und Massieren des Partners oder/und mit medikamentöser Hilfe (dazu siehe Kapitel Drogen). Die Wechseljahre sind jedenfalls kein Hemmnis für die Milchbildung und im Normalfall können Frauen bis ins hohe Alter stillen. Ich habe sogar von einer 92jährigen Frau gehört, die für ihren Mann die Milch wieder zum Fließen gebracht hat.

Und dann gibt es Frauen, die auch ohne Partner eine ausgesprochene Lust an der Fähigkeit des Stillens haben - als Bestätigung der eigenen Weiblichkeit oder/und weil es außerordentlich angenehm ist, wenn die Milch aus der Brust herausgesaugt wird. Das geht mit der Hand oder mit einer Milchpumpe, wobei elektrische Doppel-Milchpumpen die erste Wahl sind.

Auch im S/M-Bereich spielt die Fähigkeit der Frau, Milch zu geben, eine Rolle. Mit Milch in der Brust kann eine Sklavin ihrem Herren nämlich auf außerordentlich körperliche Weise dienen oder umgekehrt als Herrin ihm die Milch mal geben und mal vorenthalten. Das Besondere ist hier der hohe und intensive körperliche Einsatz und auch, daß Frauen und Männer ohne Schmerzen sehr intensiv "dienen" können - denn manche (SM-) Männer oder Frauen mögen Schmerzen nur im Kopfkino oder gar nicht. Das mußte ich mir übrigens auch erst mal sagen lassen.

Eine weitere Variante ist der Infantilismus bzw. ein intensiver Pflegetrieb bei der Frau. Leute, die das leben, nennen sich auch salopp "Windelfans". Die stillende Frau spielt dabei eine Mutterrolle und pflegt und stillt ihren Partner. Hier ist das Stillen wahrscheinlich eher sekundär und im Zentrum steht die gelebte Mutterrolle.
Aber bitte nicht verwechseln: Die infantile Variante ist ein Spezialfall. Die meisten Stillpaare wünschen es nicht, daß der Partner eine Babyrolle bekommt. Sogar eher im Gegenteil.

Ob das Stillen des Partners Sex oder Zärtlichkeit ist, weiß keiner genau... Die meisten ordnen es als stärkste Form der Zärtlichkeit ein, die in ihrer Intensität nicht mehr zu steigern ist. Meist wird es so beschreiben, daß das Stillen sehr erregt, man aber den Koitus oder die Selbstbefriedigung erst hinterher wünscht (wenn man es wünscht). Und hinzu kommt ja auch, daß viele Frauen beim Stillen einen Höhepunkt erleben können bzw. schon der Milchspendereflex ein eigener Höhepunkt ist.
Aber abgesehen von der zärtlichen Seite muß man eben auch konstatieren, daß es sehr viele Männer gibt, die einfach mal Milch-Sex haben wollen und fertig. Das Internet beweist es. Frauen auch? - Keine Ahnung...

Aber am weitesten verbreitet ist das Stillen des Partners in der Baby-Stillzeit. Nach einer britischen Untersuchung hat es mindestens jedes vierte Paar gezielt und mehrfach probiert. Abgesehen davon kennen es alle Paare mit Kind, daß die Still-Brust von alleine Milch gibt, wenn man sie küßt. Und nur eine Minderheit der Männer mag die Brust nicht küssen. Schon daraus ergeben sich oft intime Spiele jeder Art, die die Milch der Frau in den Sex einbeziehen.